Die Frontfrau: Gerhild Klinkow

“klinik-recht” – das ist zunächt die Frontfrau, Gründerin und leidenschaftliche Dozentin

Klinkow-Dozentin     GERHILD KLINKOW –  Rechtsanwältin & Dozentin seit 1991

Ich habe sehr erfolgreich eine große Kanzlei geleitet, aber irgendwann fand ich keinen Sinn mehr darin, vor Gericht mit Haftpflichtversicherern darüber zu streiten, warum ausgerechnet in diesem Fall der Arzt/die Ärztin dieses und der Patient jenes beweisen muss. Ärzte/innen und Pfleger/innen zu schulen, damit diese mit einem “Mehr an Wissen” ein “Mehr an Prozessen” verhindern können, finde ich viel sinnvoller.

Schon als Kind habe ich mich ständig um die Bildung meiner Familie “bemüht”, indem ich alles, was ich an dem Tag gelernt, neu erfahren, erstmals gesehen usw. hatte, ausführlich erzählte…

Ich erkläre gerne – und zwar so, das mein Gegenüber es versteht. Ich liebe Sprache, habe mit 6 Jahren als erstes Buch “Serengeti darf nicht sterben” gelesen und daraus gelernt, dass ich “die Sprache meines Gegenüber’s” sprechen muss, will ich verstanden werden. Über die staubtrockene “Juristensprache” amüsiere ich mich seit ich das Jura-Studium begonnen habe – und es macht mir “diebischen” Spaß, sie “ins Deutsche zu übersetzen”.

Mein schönstes Kompliment als Dozentin habe ich Ende 2014 bekommen: in einem aus mehreren Häusern bestehenden Klinikum hielt ich das Haftungsrecht-Seminar gleich in 2 Häusern. In der zweiten Veranstaltung fiel mir eine Teilnehmerin auf, die bereits am ersten Termin teilgenommen hatte. Darauf angesprochen bekam ich die Antwort: “Das Seminar mit Ihnen hat mir so viel Spaß gemacht, das wollte ich unbedingt noch einmal mitmachen. Dafür habe ich gern meinen freien Tag geopfert”

Ich habe ein Vorbild: Nelson Mandela, für innere Stärke sowie Vergebung und Neuanfang. Ich war auf Robben Island in seiner Zelle – das muss ein ganz besonderer Mensch gewesen sein, der dieses Entsetzen ausgehalten hat, ohne hasserfüllt zu werden.

Es bringt meine Augen zum Leuchten, wenn ich an „meinem“ Platz in der Namib sitze und den Leoparden in den Dünen husten höre. Wenn bei mir zuhause plötzlich die Ricke mit ihren beiden Kitzen im Garten steht. Wenn ich über Dinge sprechen kann, die mir am Herzen liegen.

„Ja, wir haben es verstanden…“ lautete ein Stoßseufzer meiner Eltern und Lehrer.
„Ich habe es verstanden!“ ist mein liebstes Lob von meinen Teilnehmern.

Und weiter geht’s mit meiner liebsten Kollegin.